Legionellenuntersuchung

Die Legionellenuntersuchung im Überblick:

Wasser für den menschlichen Gebrauch darf keine Gesundheitsschäden verursachen. Die
Trinkwasserverordnung schützt Menschen. Ein Hauptproblem unreinen Wassers sind
die Legionellen, Stäbchenbakterien, die die sogenannte Legionärskrankheit
auslösen können. Die Krankheit ist gefährlich und kann tödlich verlaufen.
Die Legionellenuntersuchung steht daher im Zentrum der Novellierung der
Trinkwasserverordnung. Deutschlandweit erkranken bis zu 10 000 Menschen
jährlich an einer Legionelleninfektion, 1000 bis 2000 sterben daran, wie
Statistiken sagen. Die gesetzliche Neuerung betrifft vor allem auch
Grundeigentümer, Vermieter und Immobilienverwalter, die bisher nicht betroffen
waren. Für alle Gebäude, in denen Wasser öffentlich bereit gestellt wird,
greift die Trinkwasserverordnung. Dies können bereits Mehrfamilienhäuser mit
drei oder vier Etagen sein. Eine regelmäßige Legionellenuntersuchung des
Trinkwassers muß erfolgen:
Als Großanlagen gelten Warmwasser-Installationen mit mehr als 400 Liter Volumen oder Warmwasserleitungen mit einem Inhalt von mehr als 3 Litern in mindestens einer Rohrleitung zwischen Abgang des Trinkwassererwärmers und Entnahmestelle; nicht berücksichtigt wird der Inhalt einer Zirkulationsleitung.Die Probenahme hat dabei gemäß der "DIN EN ISO 19458 Wasserbeschaffenheit-Probenahme für mikrobiologische Untersuchungen" zu erfolgen. Für die Probenahmestellen kommt die "Technische Regel Arbeitsblatt W551 vom April 2004 des DVGW" zur Anwendung. Dabei sollen bei den o.g. Trinkwassererwärmungsanlagen Trinkwasser-Proben vom Warmwasser-Vorlauf, dem Zirkulationsrücklauf und von jedem Steigstrang auf Legionellen (Legionellenuntersuchung) untersucht werden.